+49 (0) 3991 1537-0
Loyalität in der Krise – Deutschbalten zwischen 1914 und 1918
Ort: Online

Loyalität in der Krise – Deutschbalten zwischen 1914 und 1918
Der Erste Weltkrieg brachte viele Deutschbalten in einen massiven Loyalitätskonflikt, waren sie doch einerseits Untertanen des Russländischen Reichs, andererseits insbesondere seit 1871 immer enger auch mit dem Deutschen Reich verbunden. Gerade die deutschbaltischen Eliten waren noch stark von vormodernem ständischem Denken geprägt, auch wenn in den vorangegangenen Jahrzehnten der Nationalismus – besonders durch die Politik der „Russifizierung“ – zunehmend an Bedeutung auch für die persönliche Identitätsbildung gewonnen hatte. In seinem Promotionsprojekt hinterfragt David Lang die in der älteren wissenschaftlichen Literatur aufgestellte These, wonach in den Jahren vor und während des Ersten Weltkriegs eine durchgreifende Verlagerung der Loyalitäten der Deutschbalten vom russischen zum deutschen Reich stattgefunden habe und sucht erstmals nach für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen differenzierte Antworten.
David Lang M.A. studierte Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin und Heidelberg. Seit seinem Masterabschluss ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz tätig, wo er auch an seiner Promotion zum Thema „Krisenbewältigung durch Loyalitätswechsel? Eine Diskursgeschichte deutschbaltischer Identitätssuche 1914-1918“ forscht.
Moderation:
Dr. Martin Pabst (Deutsches Kulturforum östliches Europa)
Dr. Matthew Heidtmann (Europäische Akademie M-V)
Die Teilnahme ist kostenfrei. Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung per E-Mail an info@ea-mv.com